Bislang ungenutzte industrielle Abwärme brauchbar zu machen, ist Kern der Geschäftsidee der LaTherm GmbH. Dabei lösen Gründer Kai Petersen und sein Team gleich zwei Probleme auf einen Schlag: Sie verbessern die Effizienz des "Wärmeabgebers" und bieten dem Wärmeabnehmer eine kostengünstige Alternative zu konventionellen Energiequellen. Genutzt werden die großen Wärmemengen, die viele Industrieunternehmen an die Umwelt abgeben. Diese Abwärme will LaTherm beispielsweise für die Beheizung von Schwimmbädern, Krankenhäusern oder Schulen einsetzen. Die Wärme wird dafür in speziellen Containern mit Hilfe von Pökelsalz gespeichert und mittels LKW vom Wärmeerzeuger zum Verbraucher gebracht. Die Kapazität, die ein Container fassen kann, reicht für den dreimonatigen Heiz- und Warmwasserbedarf eines Einfamilienhauses oder den Tagesbedarf eines Schwimmbades aus. Der Kostenvorteil liegt laut Petersen bei 15 Prozent gegenüber Heizöl, allerdings sind maximale Transportwege von bis zu fünf Kilometern im Stadtverkehr und 20 Kilometern auf dem Land zu beachten.
Beim Gewinner-Wochenende holte sich das Team des 2007 gegründeten Start-ups Tipps zu Wachstumsstrategien und der Erweiterung ihres Anwendungsspektrums.
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