Einhörner gesucht: WECONOMY-Tage bei Grow

„Es gibt schöne Termine und Pflichttermine, die man eben wahrnehmen muss. Ein Treffen mit innovativen Gründern zählt definitiv zu den schönen Terminen“. Mit diesen Worten begrüßte Bosch-Personalvorstand Christoph Kübel die Gewinner der WECONOMY-Runde 2018/2019 zu den ersten WECONOMY-Tagen im neuen Jahr. Die Location hätte nicht besser sein können: Retromöbel auf Kunstrasen-Teppich, eine Halle, die Industrieambiente versprüht, und ein eingängiger Name. Grow in Ludwigsburg ist seit 2018 die Heimat für Start-ups des Technologiekonzerns und Wissensfabrik-Mitglieds Bosch. Aktuell arbeiten dort sechs Start-ups daran, aus ihren Ideen Neugeschäft für Märkte zu entwickeln, in denen Bosch noch nicht vertreten ist.

Anfang Februar kamen kurzzeitig sieben weitere innovative Gründer hinzu. Die Gewinner des Gründerwettbewerbs WECONOMY lösten den zweiten Teil ihres Gewinns ein und tauschten sich mit Experten aus etablierten Unternehmen zu den Themen „Geschäftsmodell und Nutzenversprechen“ aus. Die grow platform GmbH war der Gastgeber der ersten von insgesamt drei themenspezifischen, jeweils zweitägigen Workshop-Tagen. „Wir suchen in dieser inspirierenden Umgebung nach dem nächsten Einhorn“, sagte Kübel stolz am Abend des ersten Veranstaltungstages.

Für die sieben WECONOMY-Gewinner war ein intensiver Workshop-Tag vorangegangen. Rollenspiele und Kundenspräche mit Experten aus neun Partnerunternehmen wechselten sich mit Speedmentoring-Runden ab. „Es war ganz schön anstrengend, sich unvermittelt in eine unbekannte Kundensituation zu versetzen. Ich war ganz froh, dass wir zu zweit waren“, erzählte Miriam Haerst, Geschäftsführerin und Gründerin von Kumovis beim ungezwungenen Abendessen. Daniel Schneider vom Start-up Userlane fasste den ersten Tag so zusammen: „Die Gespräche waren ganz anders als beim WECONOMY-Wochenende, aber mindestens genauso spannend.“

Austausch unter Gleichgesinnten

Am Abend gab es ein Wiedersehen mit Sven Schmidt-Rohr, CEO von ArtiMinds Robotics. Der Gründer war 2015 selbst WECONOMY-Gewinner. Heute führt er ein global agierendes Technologieunternehmen mit mehr als 60 Mitarbeitern in Karlsruhe. ArtiMinds hat sich auf Softwareprodukte für die intuitive Programmierung komplexer Roboterbewegungen spezialisiert. „Als ich 2013 gegründet habe, hatte ich keine Ahnung von der Rolle eines CEOs“, erzählte Schmidt-Rohr den diesjährigen Preisträgern in seinem Vortrag „Von der Technologie zum Produkt, zur Skalierung des Geschäfts“. Das Ziel eines jeden Gründers sei, möglichst schnell zu wachsen. „Das ist wie bei einem Computerspiel. Im nächsten Level wird es immer schwieriger“, beschrieb Schmidt-Rohr seinen Weg vom Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zum globalen Entrepreneur mit Führungsverantwortung. „Als CEO muss man sich als Person komplett transformieren. Da ist es gut, einen erfahrenen Mentor an seiner Seite zu haben.“

Schmid-Rohr hat seinen Mentor bereits beim WECONOMY-Wochenende im Jahr 2015 kennengelernt. Der ehemaliger Würth-Manager coacht ihn noch heute. Auch das WECONOMY-Netzwerk halte der Gründer für sehr wertvoll. Der Austausch unter Gleichgesinnten habe ihn damals ein ums andere Mal weitergebracht, wenn er sich als Jungunternehmer unsicher war. Ein klares Ziel hatte Schmidt-Rohr bereits seit seiner Jugend vor Augen: „Bei mir stand schon in der Abi-Zeitung als Berufswunsch: Selbständiger Unternehmer in der IT/Robotikbranche.“

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