Erfahrung trifft auf Gründergeist – WECONOMY im virtuellen Raum

Zehn Minuten bis zum Start der WECONOMY-Tage, ganz neu, im virtuellen Raum. Die letzten Audio-Tests finden statt und mein Bildschirm füllt sich mehr und mehr mit kleinen Quadraten, die all meine Mentoren-Kollegen*innen und Gründer*innen zeigen. Mit ihnen werde ich in insgesamt drei Sessions (à 45 Minuten) über die jeweilige Geschäftsidee der Start-ups, den Pitch, neue Vertriebswege, Marketingkonzepte und das Thema Finanzierung reden. Um Punkt 9 Uhr beginnt das Mentoring im digitalen Raum und heute bin ich zum ersten Mal mit dabei – und mit mir zehn Gründer*innen und 14 Mentor*innen. Als neue Leiterin des Bereichs Öffentlichkeitsarbeit der Wissensfabrik war ich neugierig, wie eines der erfolgreichsten Formate im Bereich Unternehmertum funktioniert und welchen Mehrwert wir damit für junge Gründer*innen wirklich schaffen.

Gründer*innen unterstützen

Diese virtuelle Situation, in der wir für jede Session in getrennte Räume geschaltet werden, ist nicht nur für mich neu, sondern auch für meine Mitstreiter*innen. Ich frage mich, kann das wirklich funktionieren? Erreichen wir den gleichen intensiven Austausch, die gleiche Begeisterung und denselben Mehrwert wie mit einem WECONOMY-Mentoring vor Ort? Meine Gedanken verwerfe ich sogleich, denn erstens geht es los und zweitens gibt es in Zeiten von “Corona” keine Alternative. Wir, als Wissensfabrik-Netzwerk, wollen unsere Start-ups unterstützen, gerade in Zeiten des Corona-Virus, da waren wir uns in der Wissensfabrik alle einig. Tobias Kuhl von UnternehmerTUM beginnt, das Format zu moderieren und die Vorstellungsrunde, die er anstößt, zeigt sofort die Neugier und Begeisterung der Teilnehmer*innen. Neugierig bin auch ich, vor allem darauf, welche Fragen die Start-ups haben und ob ich ihnen mit meinen acht Jahren BASF-Erfahrung in den Bereichen Unternehmenskommunikation und Marketing helfen kann. Tobias beginnt, uns das Format, die Dauer der Sessions und die Technik zu erklären. Nach der kurzen Einführung werden wir alle in die jeweiligen virtuellen Räume verteilt.

Effektives Mentoring braucht ein Netzwerk aus Menschen mit diversem Know-how

Ich starte mein erstes Gespräch mit zwei Mentoren-Kollegen, Hans-Jürgen Jakobs vom Handelsblatt und Martin Giese von UnternehmerTUM. Mit uns im virtuellen Raum ist Jan Knieriemen vom Start-up ZReality, der uns mit einem lockeren „Hallo, wie geht’s euch?“ begrüßt. Gleich zu Beginn der Veranstaltung war eines der ersten Dinge, die ich noch von Tobias gelernt habe, dass man sich hier duzt. Und so ist die Stimmung von Beginn an im Gespräch mit Jan dynamisch, energiegeladen und pragmatisch. Er möchte uns seine dringendsten Fragen stellen, hören, welche Ideen und Empfehlungen wir haben, damit er sein Business voranbringen kann. Wir als Mentor*innen haben richtig Lust, ihm die besten Anregungen zu geben, die wir aus unserer Erfahrung heraus geben können. Wir diskutieren über passende Touchpoints, neue Zielgruppen, Verhandlungsgespräche und den USP des Produkts. Ich habe den Eindruck, dass wir Jan mit unseren vielfältigen Fachkompetenzen und Erfahrungen wirklich weiterhelfen können. Und ich denke mir in diesem Moment: „Ein gutes Mentoring braucht genau das: ein Netzwerk aus Menschen, die diverses Know-how zur Verfügung stellen können.“ Gespräche, wie die mit Jan, führe ich an diesem Morgen noch zweimal. Immer andere Gesichter, andere Fragen, andere Geschäftsideen und immer wieder die gleiche Motivation und dieselbe Begeisterung für eine Idee und den Ehrgeiz, diese gemeinsam voranzubringen. Unabhängig davon, ob es um ein neues Customer-Relationship-Management-System (CRM) geht, mit dem man virtuelle Räume erstellen kann, oder die Idee Ladekapazitäten in der Logistikbranche besser zu nutzen.

Gute digitale Alternative zu den bisherigen WECONOMY-Tagen

Wir alle kommen nach der dritten Session wieder zusammen in einen gemeinsamen virtuellen Raum und die Stimmung ist richtig gut. Eine der Gründerinnen sagt, sie finde es eine sehr gute digitale Alternative zu den bisherigen WECONOMY-Tagen und mir spricht ein Mentor-Kollege aus der Seele, als er meint, „das war eine schöne Abwechslung im Homeoffice-Alltag.“ Ich hatte den Eindruck, dass wir uns alle beschwingt fühlen von dem intensiven Austausch und tatsächlich dankbar sind für dieses virtuelle Treffen. Es ist ein Befruchten von beiden Seiten: Start-ups profitieren von den Mentoren und deren Erfahrung und die Mentoren wiederum, wie ich, lernen von den Ideen der Start-ups und werden inspiriert. Abschließend weiß ich, WECONOMY-Tage vor Ort bieten bestimmt den Mehrwert des Netzwerkens, WECONOMY-Sessions im virtuellen Raum stehen der realen Welt in Sachen Mehrwert und Begeisterung aber in nichts nach.

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