“Viel mehr als nur Netzwerken”

Die Gründer*inneninitiative WECONOMY geht weit darüber hinaus, als einfach nur Menschen zusammen zu bringen. Wie viel Potenzial in dem Netzwerk aus Expert*innen steckt, stellten nun die ersten digitalen WECONOMY-Tage der aktuellen Wettbwerbsrunde unter Beweis: “Unglaublich, wie viele Follow-ups wir vereinbart haben”, freute sich Jana Krotsch von Ubimaster über den gewinnbringenden Austausch.

Viel Energie im virtuellen Raum

Ein virtueller Geburtstagskuchen, vertauschte Rollen und “irrsinnig viel Spaß” – schon der erste der beiden digitalen Workshop-Tage zu den Themen “Market und Business Development” hatte es in sich. Maria Birlem von Yuri freute sich, ihr neues Lebensjahr mit WECONOMY zu beginnen. Passend dazu, sozusagen als Geburtstagsgeschenk, konnte das Start-up erste Anschlusstreffen mit den Unternehmen vereinbaren. Einziger Wermutstropfen: die zehn Gewinner-Start-ups der 14. Wettbewerbsrunde mitsamt Mentor*innen konnten nicht wie geplant nach Berlin reisen. Dr. Benedikt Hofmann vom WECONOMY-Sponsor Voith und Sebastian Krüger, Geschäftsührer der Ray Sono AG, hätten die Teilnehmer*innen gerne im Voith Innovation Lab begrüßt. COVID-19 verhinderte zwar ein physisches Treffen in der Hauptstadt, konnte aber die Energie im virtuellen Raum nicht bremsen.

Vertauschte Rollen und einige Neuanstellungen

Ausnahmsweise einmal zurücklehnen und die Expert*innen aus den Unternehmen pitchen lassen  – beim sogenannten Reverse Pitching tauschten Start-ups und Mentor*innen ihre Rollen und genossen den Perspektivenwechsel sichtlich. Die zehn WECONOMY-Gewinner*innen hatten zuvor einige Minuten Zeit, ihre Gesprächspartner auf ihr Geschäftsmodell einzuschwören. Danach mussten die Unternehmensvertreter*innen das Produkt oder die digitale Lösung des Start-ups – natürlich unter Zeitdruck – vorstellen. Für Unterhaltung sorgten die unterschiedlichen Herangehensweisen der Mentor*innen an ihre Aufgabe: während der eine mehrere Spickzettel vorbereitet, beweisen andere ihr künstlerisches Talent und bauen “mal eben” eine Art Zauberwürfel, der auf allen Seiten einen neuen Aspekt des Unternehmens beleuchtet. “Du bist eingestellt” und “Willkommen in unserem Team”, loben die Start-ups die außergewöhnliche Vorstellungsrunde.

Intensive Gespräche im Schnelldurchlauf

In insgesamt acht Speedmentoring-Runden, verteilt über zwei Tage, diskutierten die Start-ups intensiv mit wechselnden Mentor*innen über alle Fragen und Herausforderungen, die sie zurzeit bewegen. Selbst “Wiederholungstäter”, die schon seit Längerem WECONOMY-Gewinner*innen als Mentor*in unterstützen, werden von der Tiefe der Gespräche und dem Niveau der Geschäftsmodelle immer wieder positiv überrascht: “Es hat mich so begeistert, Menschen zu sehen, die unsere Welt besser machen”, lobte Peter Kröger von der Landesbank Baden-Württemberg die Start-ups. Und auch Carsten Becker von der TÜV Nord AG ist sich sicher: “In einigen Jahren lese ich von erfolgreichen Finanzierungsrunden und sehe eure Produkte bei vielen Firmen.”

Abschied nach sieben Jahren WECONOMY

Als am Abend einige Überraschungsgäste den virtuellen Raum betreten, staunt Tobias Kuhl nicht schlecht. Weggefährt*innen und Kolleg*innen waren gekommen, um den Start-up Coach nach knapp sieben Jahren bei der Gründer*inneninitiative zu verabschieden. Kuhl betreute seit 2014 auf Seiten des WECONOMY-Partners UnternehmerTUM die Start-ups, bereitete sie auf die Workshop-Tage vor und moderierte durch die Veranstaltung. “Hier bei WECONOMY habe ich zum ersten Mal wirklich gemerkt, was Netzwerken für einen Effekt haben kann”, beschreibt Kuhl seine Erfahrungen. “Ich kann euch allen nur empfehlen: nutzt die großartigen Kontakte der Wissensfabrik!”. Mit Christine Heuwing steht eine mindestens ebenso erfahrene Netzwerkerin und Start-up Expertin als Nachfolgerin in den Startlöchern. “Tobias, du hast den Maßstab wirklich hoch gesetzt. Ich gebe mir große Mühe, in deine Fußstapfen zu treten”, freute sich Heuwing über ihre neue Aufgabe.

Erfahrungsaustausch mit ehemaligen WECONOMY-Gewinner*innen

Gewinner*in bei WECONOMY zu sein, heißt immer auch, in Kontakt zu bleiben und sich auch Jahre später noch mit Ehemaligen und Mentor*innen auszutauschen. Daher ist ein Wiedersehen mit WECONOMY-Alumnis inzwischen schon fester Bestandteil des Programms. Felix Brehmer von Userlane, WECONOMY-Gewinner 2018, hielt einen spannenden Vortrag über Erfolgsfaktoren im Enterprise-Sales, also dem Abschließen von Großaufträgen. Das deutsche Start-up bietet seit seiner Gründung 2015 Softwarelösungen an, die es Mitarbeitenden oder Kunden eines Unternehmens ermöglicht, neue Programme ohne Vorkentnisse oder Training direkt anzuwenden. Brehmers Vortrag schlossen sich viele Fragen von Mentor*innen und Gründer*innen an. Beim anschließenden Netzwerktreffen auf der virtuellen Plattform Wonder wurde sich in “klasse Gesprächen” noch lange über Kaufverhalten, Kundenbindung und Preisgestaltung ausgetauscht.

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