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182 Erfolgsgeschichten in 19 Jahren

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evalu GmbH

2016

München

Mobiler Lauftrainer via Smartphone – Nicht jeder kann sich einen Personal Trainer leisten, der die eigenen Joggingausflüge kritisch begleitet. Das Münchener Unternehmen evalu hat stattdessen eine intelligente Einlegesohle für den Sportschuh entwickelt, die mit einer sensorgestützten App kombiniert ist. Individuelle Tipps für ein effizientes und nachhaltiges Lauftraining erhält der Läufer so direkt auf das Smartphone. Ein Sensor misst beispielsweise die vom Körper beim Auftreten auf den Boden übertragene Kraft, woraufhin die App warnt, wenn der Laufstil zu sehr zulasten der Kniegelenke geht. Andere Sensoren helfen, die Situation des Läufers zu erfassen sowie Geschwindigkeit und Strecke darzustellen. Für die Entwicklung ihres „mobilen Lauftrainers“ haben sich die vier evalu-Gründer wissenschaftliche Partner aus dem Bereich Biomechanik von der TU München und der Berliner Charité ins Boot geholt. Bei der Sportfachmesse ISPO Anfang 2016 wurde ein erster Prototyp präsentiert, Anfang 2017 will evalu mit seinem Produkt an den Markt gehen

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Iplytics GmbH

2016

Berlin

360-Grad-Analysen zu Marktentwicklungen und Technologietrends – Unternehmen sind täglich vor die Herausforderung gestellt, ihr Marktumfeld, Wettbewerber und aufkommende Technologietrends zu erfassen, zu überwachen und zu bewerten. Das Startup IPlytics, eine Ausgründung des Lehrstuhls für Innovationsökonomie der TU Berlin, bietet eine Analyse-Software, die Aufklärung zu aktuellen Marktentwicklungen verschafft und Unternehmen eine fundierte Entscheidungsbasis zur Verfügung stellt. Die Software integriert ein breites Spektrum an Daten, von Branchen-, Produkt- und Finanzinformationen über Patentanmeldungen und Forschungsveröffentlichungen bis hin zu neuen Technologiestandards. Algorithmen ermöglichen eine tagesaktuelle Filterung sowie intelligente Verknüpfung von weltweiten Daten und ein selbstlernendes Suchsystem schlägt eigenständig Synonyme zu bestimmten Suchabfragen, wie etwa „autonomes Fahren“ vor. Die Gründer sind überzeugt, dass ihre online-basierte „IPlytics Platform“ neue Maßstäbe im Bereich Market Intelligence setzt, weil sie kostspielige und langwierige Analysen ersetzt und überdies leicht zu bedienen ist. IPlytics hat bereits internationale Großunternehmen als Kunden gewonnen.

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AmbiGate GmbH

2016

Tübingen

Virtueller Trainer für die Bewegungstherapie zu Hause – Millionen Deutsche leiden unter Rückenschmerzen, die volkswirtschaftlichen Kosten liegen bei rund 50 Milliarden Euro pro Jahr. Das Startup AmbiGate hat mit eReha eine videospiel-basierte Bewegungstherapie für Zuhause entwickelt, die präventiv eingesetzt werden kann, aber auch eine physiotherapeutische Behandlung jenseits der Praxistermine sinnvoll ergänzt. Der heimische Fernseh- oder Computerbildschirm bildet dabei den virtuellen Übungsraum: Ein virtueller Trainer gibt Übungen vor, nach dem Gaming-Ansatz wird der Patient motiviert, Aufgaben zu erfüllen und so im Spielverlauf weiterzukommen. Über eine bewegungssensible 3D-Kamera analysiert die Software die Ausführungen und gibt unmittelbar Feedback zu falschen Bewegungen. Übungsfortschritte und krankheitsspezifische Parameter werden aufgezeichnet. So stehen dem Physiotherapeuten wichtige Informationen zur Verfügung, um den Übungsplan nach Bedarf anzupassen. Auch Termine für Präsenzsitzungen können über eReha koordiniert werden. Für die betriebliche Gesundheitsförderung haben die drei AmbiGate-Gründer ein angepasstes digitales System entwickelt.

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TerraLoupe GmbH

2016

Gilching

Luftbildanalyse mittels künstlicher Intelligenz – Präzise Geodaten sind heute in vielen Branchen gefragt: Sei es für Fahrerassistenzsysteme und das autonome Fahren, für die Paketauslieferung per Drohne oder um geeignete Dachflächen für Solaranlagen auszumachen. Das 2015 in Gilching bei München gegründete Startup TerraLoupe setzt auf eine Technologie, die es nach Angaben der vier Gründer so noch nicht zu kaufen gibt: Mit ihr werden selbst kleinere Objekte in riesigen Geodatenmengen – wie hochaufgelösten Luftbildaufnahmen – automatisch erkennbar. Dabei arbeiten die Gründer mit einer Software, der sie nach dem Prinzip neuronaler Netze das menschliche Erkennen beibringen. Auf diese Weise „sieht“ das Steuerungssystem eines autonom fahrenden Autos nicht nur das Hindernis auf der Strecke, sondern weiß auch, ob sich daneben ein Baum oder Abgrund befindet. Ganz unterschiedliche Datensammlungen sind für die intelligente Datenplattform nutzbar und können fusioniert werden. TerraLoupe hat bereits Kunden in der Versicherungs- und Energiebranche sowie der Automobilindustrie. Die Technologie ist jedoch für ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten geeignet.

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Saralon GmbH

2015

Chemnitz

Gedruckte Elektronik für Verpackungen: Saralon – Ein Flaschenetikett, das auf Fingerdruck farbig zu leuchten beginnt, oder eine Medikamentenverpackung, die über ein integriertes Display anzeigt, dass es sich um eine Originalverpackung handelt: Was wie Zukunftsmusik klingt, ist bereits heute mit gedruckter Elektronik möglich. Diese Technologie, die auf chemischen Prozessen beruht, muss für ihre breite Markteinführung großserientauglich sein. Saralon, ein 2014 gegründetes Spin-Off des Instituts für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz, hat nun Tinten entwickelt, mit denen verschiedene elektronische Anwendungen – und sogar Batterien – gedruckt werden können. Verpackungen werden so nicht nur attraktiver, sondern auch fälschungssicherer und interaktiver. Die Tinten lassen sich auf konventionellen Druckmaschinen verarbeiten; das macht die Technologie auch kosteneffizient. Das Saralon-Team um Dr. Moazzam Ali ist inzwischen Entwicklungskooperationen mit international operierenden Firmen eingegangen. Anfang 2016 soll die Produktion aufgenommen werden.

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Vectoflow GmbH

2015

München

Strömungssonden im 3-D-Druckverfahren: Vectoflow – Während ihres Studiums arbeitete Katharina Kreitz im Windkanal eines Autoherstellers und stellte fest: Die sogenannten Mehrlochsonden, mit denen Strömungen gemessen werden, müssten verbessert werden. Sie sind relativ teuer, gehen leicht kaputt und wenn sie verstopfen, ist die Wartung aufwendig. 2015 hat die Maschinenbauingenieurin gemeinsam mit Christian Haigmoser und Florian Wehner das Unternehmen Vectoflow gegründet, ein Spin-Off der TU München. Vectoflow nutzt ein 3-D-Druckverfahren, um Mehrloch-Staudrucksonden herzustellen. Mit einigen Vorteilen: Durch die einteilige Fertigung sind die Sonden robuster und können leichter gereinigt werden. Dadurch ist ein Serieneinsatz möglich. Das Druckverfahren erlaubt zudem eine freiere Wahl von Form und Materialien, sodass die Sonden optimal an ihren jeweiligen Einsatzort angepasst werden können. Auch besonders kleine Sonden mit nur einem Millimeter Durchmesser kann Vectoflow herstellen. Eine eigene Software übernimmt die Auswertung der Strömungsdaten. Die Gründer konnten bereits mehrere Kunden gewinnen.

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ioxp GmbH

2015

Mannheim

Augmented Reality, die aus Beobachten lernt: ioxp – Üblicherweise ist die Erstellung von Augmented Reality-Assistenzsystemen mit hohem technischem und zeitlichem Aufwand verbunden. Das 2015 gegründete Startup ioxp, ein Spin-Off des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), hat es geschafft, diesen Prozess deutlich zu vereinfachen. Dabei setzt das Unternehmen auf die Verbindung von Methoden der Künstlichen Intelligenz mit dem Augmented Reality-Konzept. „Cognitive AR“ nennt das vierköpfige Gründerteam um den Informatiker Nils Petersen seine Software, die durch Beobachten selbst lernt. Der ideale Einsatzbereich: Die Vermittlung von händischen Arbeitsprozessen in der Industrie. Mit Cognitive AR reicht es, dass ein Experte den gewünschten Arbeitsablauf vormacht und auf Video aufnimmt. Aus den Bildinformationen entwickelt das System eine vielfältig verwendbare Dokumentation. Installiert auf einer Datenbrille erkennt die Software den Arbeitsplatz automatisch, liefert die passenden Ablaufinformationen und gibt dem Nutzer sogar Rückmeldungen zu etwaigen Fehlern. ioxp arbeitet bereits mit mehreren Pilotkunden, jetzt will das Startup sein System in den Markt bringen.

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Viscopic

2015

München

Wartungshilfe per hochinformativem Videostream: Viscopic – Industrieanlagen sind heute hochkomplex, daher hilft bei Störungen meist nur die Service-Hotline des Herstellers weiter. Allerdings scheitern Diagnose- und Reparaturhilfen via Telefon häufig daran, dass die Problemsituation allein mit Worten schwer erklärbar ist – zumal die Gesprächspartner im internationalen Kontext oft nicht dieselbe Sprache sprechen. In den meisten Fällen bleibt deshalb nur der zeit- und kostenintensive Vor-Ort-Einsatz. Viscopic-Mitgründer Marco Maier hat als internationaler Servicetechniker eines Maschinenbauunternehmens diese Schwierigkeiten selbst erlebt und deswegen mit Felix Meißgeier und Thomas Knauer eine Technologie entwickelt, die statt fernmündlicher Kommunikation auf Videobilder setzt: Die lassen sich mit jedem verfügbaren Smartphone, Tablet oder mit Smartglasses an den Hersteller übertragen, der seine Antwort ebenfalls per Video verschickt. Nach dem Prinzip der Augmented Reality werden relevante Zusatzinformationen virtuell eingespielt. Viscopic wurde Anfang 2015 gegründet, derzeit testen Pilotkunden die Technologie.

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Innsytec GmbH (früher: Innsytec SAG)

2015

Aachen

Mehr Energieeffizienz in der mobilen Datenübertragung: Innsystec – Nicht nur Handys sind ein Stromfresser – noch höher ist der Energiebedarf der komplexen Infrastruktur im Hintergrund, also vor allem der Mobilfunksendeanlagen (Basisstationen). Durch die ständig wachsende Datennachfrage der Nutzer wird ihr Energiehunger in Zukunft weiter zunehmen. Das in Gründung befindliche Unternehmen Innsystec, ein Spin-Off der RWTH Aachen, hat eine zum Patent angemeldete Technologie entwickelt, die die drahtlose Datenübertragung nicht nur deutlich energiesparender, sondern auch „breitbandiger“ macht. So können mehr Daten gleichzeitig übertragen werden. Dafür sorgt ein Chip, der Signalverarbeitung und Leistungsverstärker auf innovative Weise integriert. In Basisstationen eingebaut, senkt er laut Innsystec deren Energieverbrauch um rund 15 Prozent. Die Technologie wird genauso gut für andere Sender wie WLAN-Router und Handys anwendbar sein. Bislang verfügt das vierköpfige Innsystec-Team über einen Labor-Demonstrator, der nun in Chipform gebracht wird. Bis Ende 2015 soll die offizielle Unternehmensgründung erfolgen.

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bankmark UG

2015

Passau

Passgenaue Testdaten für jedes Datenbanksystem: bankmark – Wenn Big-Data-Systeme ausgebaut werden – zum Beispiel mit deutlich mehr Daten gefüttert werden – ist eine Überprüfung aller Funktionalitäten vor dem „Go-Live“ unerlässlich. Damit solche Testläufe realistisch sind, braucht man für sie geeignete Datensätze. Das 2013 gegründete Startup bankmark hat sich darauf spezialisiert: Mit dem Softwareprodukt „Parallel Data Generation Framework“ (PDGF) ist das Passauer Unternehmen in der Lage, passgenaue Testdaten für jedes beliebige Datenbanksystem herzustellen – und das nach Angaben der vier Gründer um den Informatiker Tilmann Rabl „schneller und leistungsfähiger als jeder Datengenerator weltweit“. bankmark ist dabei noch nicht einmal auf die echten und in der Regel sensiblen Kundendaten angewiesen. Mithilfe eines sogenannten Schema-Extraktors können ebenso logische Zahlen wie verschiedene Textsorten – Namen oder Kundenbewertungen – erzeugt werden. Außerdem hat bankmark eine Software entwickelt, die eine umfassende Geschwindigkeitsmessung von Datenbanksystemen erlaubt.

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ArtiMinds Robotics GmbH

2015

Karlsruhe

Intuitive Roboterprogrammierung für die Industrie: ArtiMinds Robotics – Industrieroboter können heute erstaunlich präzise und schnell arbeiten. Allerdings fehlt ihnen das nötige Feingefühl, um etwa ein verrutschtes Bauteil zu korrigieren oder mit Varianzen umzugehen. Die spielen jedoch in vielen Fertigungsprozessen eine Rolle. Die Wissenschaft experimentiert deswegen bereits intensiv mit „kraftfühlenden“ (sensor-adaptiven) Roboterbewegungen. Das Startup ArtiMinds Robotics, dessen Gründer alle vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) stammen, hat mit der Entwicklung einer nutzerfreundlichen Software den nötigen Link zwischen diesen Forschungserfolgen und einem wirtschaftlichen Einsatz in der Industrie gesetzt. Mit „ArtiMinds RPS“ können Werksmitarbeiter einem Roboter neue Aufgaben intuitiv beibringen, indem sie ihn am Arm nehmen und die geforderten Bewegungsabläufe ausführen. Dadurch wird automatisch ein komplexer Programm-Code generiert. Seit Mai 2015 verkauft ArtiMinds Robotics sein Softwareprodukt an Kunden im In- und Ausland, jetzt geht es den Gründern darum, ein Netzwerk von Vertragshändlern aufzubauen.

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Blue Freedom GmbH (früher:Aquakin GmH)

2015

Fürth

Kleinwasserkraftwerke für jeden Standort: Aquakinz – Wasserkraft ist als regenerative Energiequelle rund um die Uhr verfügbar. Angesichts gewaltiger Staudammprojekte wie etwa in China betrachten Umweltschützer ihren Ausbau jedoch mit Skepsis. Für eine umweltverträgliche, dezentrale und flexible Nutzung der Wasserkraft tritt das 2013 gegründete Unternehmen Aquakin ein. Das Fürther Startup hat das nach eigenen Angaben kleinste und leichteste Wasserkraftwerk der Welt entwickelt: Die „Blue Freedom“ passt in jeden Rucksack, fließende Gewässer ab 20 Zentimeter Tiefe reichen für ihren Betrieb. Weitere, auch für den kommunalen Betrieb geeignete Kleinkraftwerke befinden sich in der Entwicklungs- und Pilotphase; darunter ein Linearkraftwerk für langsam fließende, flache Gewässer, das auch für Fische keine Barriere darstellen soll, und eine Rohrturbine, die es erlaubt, die Fließkraft in den Rohren der öffentlichen Wasserversorgung zu nutzen. Große Chancen für die eigenen Kraftwerke sehen die vier Aquakin-Gründer in Entwicklungs- und Schwellenländern. Deswegen stehen sie mit Stiftungen in Kontakt und prüfen die Möglichkeit einer Mikrokreditfinanzierung.

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